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Marketing

Marketing für Orchester

Das Prinzip der unbedingten Einbeziehung von Besucherorientierung und Marketingüberlegungen in die Programmgestaltung und Betriebsführung ist weltweit bei fast allen Berufsorchestern, die nicht ganz überwiegend öffentlich finanziert werden, inzwischen eine Selbstverständlichkeit. Denn nur ein volles Haus sichert bei der sehr hohen Abhängigkeit von den Einnahmen aus Kartenverkäufen und Fundraising das Erreichen der gesetzten finanziellen Ziele und eines ausgeglichenen Budgets. Vor allem in Deutschland hingegen scheint allein die Erwähnung des Wortes Marketing im Zusammenhang mit der Programmplanung häufig immer noch als Eingriffsversuch in die grundgesetzlich geschützte Freiheit der Kunst bewertet zu werden oder führt zu anderen Missverständnissen.

Denn oftmals wird die Begrifflichkeit des Marketing in der Praxis vieler Orchester und Opernhäuser immer noch viel zu eingeschränkt im Sinne von Werbung, als Plakate kleben und Anzeigen schalten, als Förderung des Kartenvertriebs oder als bloße Nebenaufgabe von Presse- und Öffentlichkeitsarbeit oder Dramaturgie verstanden. Dieser Umstand erklärt auch, warum bislang nur verschwindend wenige deutsche Konzertorchester oder (große) Opernhäuser über eine personell und finanziell angemessen ausgestattete Marketingabteilung verfügen, die womöglich auf der Direktionsebene angesiedelt oder in sie integriert ist.

Mehr dazu im Buch "Orchestermanagement" im Kapitel Marketing.

Weitere Themen im Buch

Arbeitsplatz Orchestermanagement

Finanz- und Trägerstrukturen

Tarif- und Arbeitsrecht für Orchester

Künstlerische Planung und Disposition